Dein perfekter Elevator Pitch

Dein perfekter Elevator Pitch

Für deine Bewerbung und dein Vorstellungsgespräch

Ja, es ranken sich jede Menge Mythen um ihn: Den Elevator Pitch. Doch was versteckt sich eigentlich hinter dem Wörtchen „Elevator Pitch“?

Auf deutsch heißt es so etwas wie „Aufzugspräsentation“. Tja, vielleicht kannst du es dir auch schon denken. Es geht quasi um die kurze Darstellung von Ideen, Produkten oder Dienstleistungen. Und zwar so kurz, dass du dein Gegenüber innerhalb weniger Sekunden (so lange wie du für eine kurze Aufzugfahrt benötigst) vom Vorteil überzeugst.

Wichtig: Überzeugen geschieht nicht einfach so durch ein bisschen Blabla. Du überzeugst mit bestimmten positiven Aspekten, dem Glitzer und vor allem mit deiner Einzigartigkeit.

Entstanden ist der Elevator Pitch in den 80er Jahren und zwar in keinem anderen Land wie den USA, dem Land der Wolkenkratzer und wie soll es auch anders sein? Den Aufzügen. Heutzutage kennen wir den Elevator Pitch beispielsweise aus Sendungen wie Höhle der Löwen, wenn kapitalsuchende Startups ihre Idee an den Mann oder die Frau bringen.

Die Superpower des Elevator Pitch

Stell dir vor, auch beim Thema Bewerbung oder Vorstellungsgespräch ist es der Elevator Pitch, der jede Menge Vorteile mit sich bringt.

Er hilft dir in wenigen Worten:

  • den Vorgesetzten/den Personaler von dir und deinen Vorzügen zu überzeugen
  • dich vor Blackouts zu bewahren oder den roten Faden zu verlieren
  • die Konkurrenz in den Schatten zu stellen, die mit langatmigen Worten nicht auf den Punkt kommen
  • dich perfekt vorzubereiten, weil er zu Hause gut und einfach geübt werden kann
Kathrin Schweizer Elevator Pitch
Elevator Pitch – Photocredit: Unsplash by Bruno Kelzer

So erstellst du deinen perfekten Elevator Pitch

Häufig werde ich von meinen KlientInnen entgeistert angeschaut, wenn ich das Wörtchen Elevator Pitch zusammen mit Vorstellungsgespräch und Bewerbung erwähne. Wenn ich Ihnen dann aber erzähle, wie oft ich mich zusammen mit meinen KollegInnen und Kollegen im Vorstellungsgespräch gelangweilt habe, beginnen sie zu verstehen. Ich nehme dich daher einfach mal mit auf eine kleine Reise.

Stell dir folgende Situation vor….

Es ist nach der Mittagspause. Du bist Recruiter und sitzt im Vorstellungsgespräch. Es ist das 5. Gespräch an diesem Tag. Du bist müde. Ein Mittagsschlaf wäre jetzt nicht schlecht. Lächeln, Bluse richten, ein Kaffee, Salatreste zwischen den Zähnen? Nein. Es kann losgehen. Das Gespräch startet mit dem üblichen blabla. Haben Sie gut hergefunden, wollen Sie etwas trinken. Und dann übergibst du das Wort an dein Gegenüber. Erzählen Sie doch mal etwas über sich.

Und dann? Ja dann geht es los mit:

„Also mein Abi habe ich im Jahr xy gemacht und danach in der Firma Mustermann als blablabla gearbeitet…“ Das Gespräch zieht sich Ewigkeiten durch den Lebenslauf. Runterbeten, Nicken und irgendwann bist du gedanklich ausgestiegen. Eingeschlafen. Mit offenen Augen. Denn es ist das 5. Gespräch dieser Art an diesem Tag.

Was glaubst du welchen Eindruck ein solcher Bewerber hinterlässt? Allerhöchstens einen Durchschnittseindruck.

Abheben von den anderen Kandidaten? Fehlanzeige!

Was braucht es heutzutage?

Definitiv mehr wie dieses langweilige Runtergeleiere von Wikipedia Fakten. Und genau hier kommt der Elevator Pitch ins Spiel. Meiner Meinung nach ist es DAS Tool schlechthin, um im Vorstellungsgespräch möglichst kurz und einprägsam von sich zu überzeugen. Doch wie genau kannst du den Elevator Pitch für dich nutzen? Im Prinzip ist es gar nicht so wahnsinnig schwer.

Für deine Vorbereitung ist es perfekt, wenn du dir über nachfolgende Fragen eingehend Notizen machst:

  • Wer bin ich?
  • Was mache ich aktuell
  • Wo will ich hin und warum?
Notizen Elevator Pitch
Notizen Elevator Pitch – Photocredit: Unsplash by Green Chameleon

Im zweiten Schritt gleichst du deine Notizen mit der Stellenanzeige ab und ergänzt die aktuellen Tätigkeiten noch mit Kompetenzen und Erfolgen aus deiner beruflichen Laufbahn. Frage dich immer, welche Vorteile du dem Unternehmen bringst. Welche Fähigkeiten kannst du mit einbringen?

Auch hier ist es möglichst wichtig, dass du auf ein gewisses Storytelling achtest und keine lose Aneinanderreihung von Aufzählungen verwendest. Du willst ja schließlich in Erinnerung bleiben.

Im dritten Schritt geht es an die Übung mit Stoppen der Zeit. Ganz im Sinne der Fahrstuhlfahrt. Eine Richtlinie sollten so 60-90 Sekunden sein.

Zeit Elevator Pitch
Zeitproblem – Photocredit: Unsplash by Malvestida

Wie würde denn ein solches Storytelling im Elevator Pitch ausschauen?

Nehmen wir an, du hast in der Vergangenheit ein Projekt geleitet und dadurch jede Menge Kosten eingespart. Es gab einige Herausforderungen zu bewältigen und zum Schluss hast du nochmal richtig Gas gegeben, um bis zum Projektende alles durchzuziehen.

Statt zu sagen „Ich bin teamfähig und habe in Projekten gearbeitet“ erzählst du einfach die ganze Story und nimmst dein Gegenüber mit auf eine Reise, gespickt mit Emotionen.

„Ich habe in der Vergangenheit ein Projekt geleitet. Das Management-Team dachte schon wir schaffen es nicht. Ich habe den Teammitgliedern Mut zugeredet und in der Zeit einige Überstunden gearbeitet. Zum Schluss haben wir über 1 Million Kosten eingespart. Genau diese Kompetenz kann ich auch bei Ihnen mit einbringen “.

Klingt doch schon ganz anders, oder?

Dies lässt sich logischerweise auch auf dein Anschreiben übertragen. Wie du siehst, kannst du mit wenigen Tricks bereits viel aus deiner Bewerbung herausholen. Es ist deine Bühne, die du unbedingt zu deinem Vorteil nutzen sollest.

Melde dich gerne bei mir, wenn du Unterstützungsbedarf bei deinen Bewerbungsunterlagen oder der Vorbereitung deines Vorstellungsgesprächs hast.  Hier findest du einen Überblick meiner Leistungen.

Gemeinsam befördern wir dich zum nächsten Job. Ansonsten wünsche ich dir definitiv viel Erfolg bei deiner bevorstehenden Bewerbungsphase.

Bis bald deine

Unterschrift Kathrin Schweizer
Unterschrift Kathrin Schweizer

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