Was ist Mindset

Was ist Mindset

Heute erfährst du in meinem Beitrag, warum positives Mindset zu 80% der Schlüssel zu deinem Bewerbungserfolg ist.

Lange habe ich nach einem geeigneten deutschen Begriff für das Wörtchen Mindset gesucht. Ich konnte mich einfach nicht so richtig mit dem Wort anfreunden. So mancher bezeichnet es sogar als Unwort des Jahres. Nichts desto trotz konnte ich partout keine passendere Bezeichnung finden, die eindeutig auf den Punkt bringt, was ich persönlich mit Mindset verbinde und die obenstehende Frage „Was ist Mindset“ beantwortet:

Was ist Mindset
Was ist Mindset? „Dein Mindset ist deine innere Haltung zu dir und deinem eigenen Selbstbild!“

Du fragst dich bestimmt, was diese Definition zu „Was ist Mindset“ nun konkret mit deinen beruflichen Möglichkeiten zu tun hat?

Ich möchte dir an dieser Stelle eine kleine Geschichte erzählen:

Du bist mit den Gedanken noch beim Wochenende und startest gerade gemütlich in den Tag, als du beim Handyscrollen plötzlich über DIE Stellenanzeige stolperst. DIE Stellenanzeige bei einem Arbeitgeber, den du schon lange auf dem Schirm hast. Die Aufgaben klingen super spannend, du wolltest schon immer mehr etwas in diese Richtung tun. Du denkst – Wow, was wäre, wenn… und hast schon einen kleinen Film im Kopf, wie du die Kündigung abgibst. Hach Tagträumerei, kann so schön sein. Während der überraschte Gesichtsausdruck deiner Führungskraft über deine Kündigung noch als Film in deinem Kopf nachhallt, kommst du langsam wieder in der Realität an.

Du liest die Stellenbeschreibung ein zweites Mal und erste Selbstzweifel machen sich breit. Du denkst dir:  Die geforderten Dinge, erfülle ich sowieso nicht alle und noch dazu kann ich kein SAP und mein Englisch ist auch eingerostet.

Im gleichen Moment erinnerst du dich an dein letztes Bewertungsgespräch. Augenblicklich fallen dir ein paar Kritikpunkte ein, die man dir mitgeteilt hatte, und seither nagen sie an dir. Was du in diesem Moment aber nicht weißt und leider im HR häufig Gang und Gebe ist:

Man hatte bei deinem Bewertungsgespräch absichtlich nach Fehlern gesucht, weil kaum Budget für eine Gehaltserhöhung da war.

Positives Mindset
Quelle: Ante Hamersmit, Unsplash

Du lässt das Handy sinken und widmest dich gedanklich deinem Alltag. In den kommenden Tagen wird dich dein Gehirn noch einige Male an die Stellenanzeige erinnern. Du schiebst den Gedanken zur Seite. Feierabend, Sport, Essen und Schlafen, so schlecht ist die aktuelle Situation auch wieder nicht.

Wenigstens musst du kein Englisch sprechen und wenigstens hast du nicht noch mehr Verantwortung, dann wieder alles neu lernen, das schaffst du sowieso nicht – denkst du. Hinzu kommen die anderen Bewerber:innen, die sind ja sowieso alle qualifizierter. Warum extra Zeit für das Update des Lebenslaufes verschwenden? Beim letzten Mal hat es ja auch schon nicht geklappt. Und so vergehen weitere zwei Wochen, bis die Stellenanzeige aus dem Internet verschwindet. Wenn wir nun noch weitere Jahre vorspulen, sitzt du in ein paar Jahren immer noch auf der gleichen Stelle mit annähernd dem gleichen Gehalt wie damals, den gleichen Aufgaben und Kollegin:innen.

Du hast dich einfach nicht getraut, aber zufrieden bist du eigentlich nicht. Feierabend, Sport, Essen und Schlafen, so schlecht ist die aktuelle Situation auch wieder nicht – denkst du.

Du siehst, das was du denkst und die Art deiner Einstellung, wird sich zwangsläufig immer auf deine Zukunft auswirken. Dabei macht es übrigens keinen Unterschied, ob du dich nicht traust, dich woanders zu bewerben oder ob du dich erst gar nicht traust deine Bewerbung anzugehen. Das Ergebnis ist nämlich das gleiche:

Ein negatives Mindset hält dich zurück, während dich ein positives Mindset bei der Realisierung deiner Bedürfnisse unterstützt!

Wiedereinstieg nach Elternzeit
Positives Mindset & Bewerbung

Doch woran liegt das eigentlich?

Hierzu müssen wir einen kleinen Ausflug in die Steinzeit machen. Denn dein Körper, dein Gehirn und deine Hormone ticken immer noch genau wie früher. Das retikuläre Aktivierungssystem (RAS) im Gehirn fungiert seit Jahrtausenden von Jahren als eine Art Filtersystem und verarbeitet pro Sekunde Millionen von Informationseinheiten.

Was hat das Flusensieb deines Trockners mit Mindset zu tun?

Bei dieser unglaublichen Vielzahl an Informationen kommen jedoch nur bestimmte Informationen in deinem Bewusstsein an, da nur bestimmte Informationen herausgefiltert werden. Vergleichbar mit dem Fusselsieb deines Trockners.

Was ist Mindset
Was ist Mindset? Dein Bewusstsein ist vergleichbar mit dem Flusensieb deines Trockers.

Dieser Filter ist logischerweise an deine früheren Erfahrungen gekoppelt. Daher macht es im Rahmen deiner Bewerbungsstrategie immer Sinn sich mit dir selbst zu beschäftigen und dein Flusensieb mal wieder gründlich zu reinigen.

Nachfolgend erfährst du, wie du in 3 Schritten dein positives Mindset trainierst:

1. Hast du eine positive oder negative Grundeinstellung? (Oder auch: Ist mein Flusensieb verstopft?)

Im ersten Schritt ist es ganz besonders wichtig, dass du erkennst, welche Gedankengänge in deinem Kopf vorgehen, um dein Filtersystem mit deiner Grundeinstellung auf den Prüfstand zu stellen. Fragen, die du dir hinsichtlich deiner beruflichen Ziele schriftlich beantworten kannst, sind beispielsweise:

  • Mit welcher Stimmung stehe ich morgens auf und mit welcher Stimmung gehe ich abends ins Bett?
  • Welche beruflichen Ziele verfolge ich für die kommenden 5 Jahre? Wie realistisch schätze ich dieses Ziel ein?

2. Welche Probleme stecken möglicherweise hinter deinem Filter? (Oder auch: Sollte ich mein Flusensieb mal wieder reinigen?)

Hier widmen wir uns negativen Glaubenssätzen. Das heißt wir beschäftigen uns mit Erfahrungen aus der Vergangenheit, die sich möglicherweise auf deine jetzige Situation auswirken und dich blockieren. Fragen, die du dir stellen kannst sind:

  • Welche negativen Erfahrungen habe ich in der Vergangenheit gemacht?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich an das Thema Jobsuche denke?
  • Welche negativen Formulierungen, kommen mir möglicherweise in den Sinn?
    • „Du taugst doch eh nichts“
    • „In unserer Familie werden alle Handwerker und nicht Betriebswirt“
    • „Ich kann das nicht“
    • „Das schaffe ich sowieso nie“

3. Transformation (Oder auch: Ich reinige mein Flusensieb)

Nun ist es an der Zeit deinen eigenen Verstand zu überlisten, um deinen Filter neu auszurichten. Ergänzend hierzu empfehle ich dir zusätzlich noch mein Workbook zum Thema Bewerbungsblockaden und wie du sie endgültig loswirst. Lade es dir hier herunter.

Workbook
Workbook

Wenn dein Glaubenssatz z.B. lautet „Mein Englisch ist sowieso eingerostet, das schaffe ich sowieso nie.“ Dann gehe gedanklich mal durch Situationen, in denen du Englisch gesprochen hast. Hat dich dein Gegenüber gut verstanden? Fokussiere dich auf das Positive. Fragen, die du dir hierzu stellen kannst:

  • Welche positiven Erfahrungen habe ich bisher gemacht?
  • Gibt es konkrete Beispiele oder sogar Lob von anderen Personen in meinem Umfeld?
  • Wo habe ich besonderen Einsatz gezeigt, die meine Lernbereitschaft auszeichnet?

Selbstverständlich ist die Mindset-Arbeit kein Prozess, der über Nacht passiert. Das wichtigste ist vor allem Dranbleiben und immer wieder neu ausrichten. Einfacher ist es natürlich immer in der Gruppe, gemeinsam mit anderen Menschen, denen es ähnlich geht. Falls du hier noch Unterstützung benötigst, schau doch mal bei meinem 6-monatigen Gruppenmentoring vorbei. Hier begleite ich eine Gruppe von Gleichgesinnten bei der Jobsuche und sorge für gemeinsamen Antrieb bei der Stellensuche.

Bis bald deine

Unterschrift Kathrin Schweizer

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Kathrin Schweizer Karriereberatung min

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Ich bin Kathrin, die Karrieremacherin mit ♡ und Leidenschaft. Du erfährst hier alles rund um das Thema Beruf & Berufung, berufliche Neuorientierung, Bewerbungstipps, Ideen und Inspirationen gepaart mit meinem Wissen und meiner persönlichen Kündigungserfahrung. 

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